Das Hotel der Zukunft

Das Hotel der Zukunft

Das Hotel der Zukunft

Wer sich für eine Hotelausbildung entscheidet, wird sich in nächster Zeit wohl auch mit dem Projekt “Hotel der Zukunft” auseinandersetzen. Die Doblin Deloitte Studie hat die jüngsten Entwicklungen in der Hotellerie genau beleuchtet und dabei hinsichtlich künftiger Hotelausbildungen einen Blick in die Zukunft geworfen. Demzufolge werden sich vor allem das Hotelmanagement, das Hotelmarketing und die Hoteldirektoren zunehmend auf die veränderten Bedürfnisse und Erwartungen der Hotelgäste einstellen müssen. Wichtige Themen innerhalb der Hotelausbildung werden dabei das individuelle Erleben, der Mehrwert an Gastfreundschaft, Markenbewusstsein und die Einbindung der Hotels in die lokale Gemeinschaft sein.

Der Ist-Zustand der Hotels

Wer in den vergangenen Jahren eine Hotelausbildung absolviert hat und eine Hotelkarriere an der Rezeption, im Hotelmarketing oder Hotelmanagement anstrebt, wird den momentanen Ist-Zustand in der Hotellerie erleben. Das bedeutet, dass das Hotelgewerbe – besonders die grossen Ketten – sehr strukturiert organisiert sind. Neue und vielfältige Wettbewerber wie Airbnb sorgen dafür, dass die bisherige Tradition der Hotellerie ins Wanken gerät und hinterfragt werden. Das Thema Marke wird in der künftigen Hotelausbildung eine zunehmende Bedeutung gewinnen. Laut der Doblin Deloitte Studie können einzelne Hotels aktuell nur schwer voneinander unterschieden werden. Sie werden sogar als austauschbar bezeichnet und sind nur selten in ihre direkte Umgebung und die Gemeinschafte der Einheimischen eingebunden. Hier sind die künftigen Absolventen der Hotelausbildung und des Hospitality Management sowie Quereinsteiger mit ihrem Gespür für die Bedürfnisse der Gäste, ihrem Weitblick und ihrem Know-How gefragt.

Die Bedürfnisse der Hotelgäste – am Beispiel von Geschäftsreisenden

Aktuelle Umfragen und Trends haben gezeigt, dass sich Gäste von ihrem Hotelaufenthalt vor allem ein besonderes Erlebnis versprechen. Sowohl die Einrichtung als auch der Service und die Umgebung sollen bestenfalls bleibende Eindrücke hinterlassen und für zusätzliche Wohlfühlmomente sorgen. Diese Visionen gilt es nun den künftigen Absolventen einer Hotelausbildung zu vermitteln. Die genannte Studie zeigt, dass sich die Gäste immer mehr nach einem sogenannten personalisierten Aufenthalt sehnen. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich die Hotels in den unterschiedlichen Bereichen optimal auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Gäste einstellen. Diese Bedürfnisse beginnen bereits bei der Auswahl der Zimmer. Bezüglich der Gastfreundschaft sind besondere Erlebnisse erwünscht und die Verbindung zu den Gästen und der Gäste untereinander sollte im Optimalfall weiter ausgebaut werden. Viele Gäste wünschen sich eine persönliche Note, die nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar ist.
Besonders Geschäftsreisende, die viel Zeit in Hotel und somit in einem fremden Bett verbringen, sehnen sich nach einem Gefühl von Geborgenheit und möchten sich vor allem wohlfühlen, um so ihren gewohnten Arbeitsprozess fortsetzen zu können. Sie suchen zwar nach einem Rückzugsort, möchten sich auf ihren Reisen aber weder fremd noch allein fühlen. Ihr Wunsch ist es, Energie zu tanken, produktiv zu sein und die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Viele Reisende suchen, getreu dem Motto “Zusammen ist man weniger allein”, sogar zunehmend den Kontakt zu gleichgesinnten Hotelgästen. Das Stichwort soziales Netzwerk bekommt somit eine immer grösser werdende Bedeutung und nimmt in der Hotelausbildung eine immer wichtigere Rolle ein. Gleichzeitig ist es der Wunsch der Reisenden, die nähere Umgebung des Hotels kennenzulernen und die Kultur vor Ort zu entdecken.

Das Hotel der Zukunft – ein Blick in die Zukunft

Statt des bisherigen Einheitslook der Hotels wünschen sich die Gäste von den zuständigen Hotelmangern zunehmend mehr Abwechslung und Auswahl. Diese Form von Individualität sollte in dem Hotel der Zukunft schon bei der Einrichtung und Gestaltung der Zimmer berücksichtigt werden. Die Gäste von morgen legen Wert darauf, ein Zimmer auswählen zu können, das den eigenen Bedürfnissen und Wunschvorstellungen besonders nahe kommt. Diese können sich sowohl auf die Grösse, als auch auf die Einrichtung und die Lage des Zimmers oder Appartements beziehen. Während ihres Aufenthalts möchten sie die Umgebung erkunden und neue Lebensstile erleben. Die Aufgabe der Hotelketten und vor allem des Hotelmarketing sollte es sein, alternative Reisen anzubieten, um den Gästen einzigartige Erlebnisse zu verschaffen. Eine weitere Option wäre es, die Türen der Hotel für ein breiteres Publikum zu öffnen. Somit wären die Gäste nicht mehr nur isoliert und unter sich, sondern gleichzeitig können die Einheimischen von einem Begegnungsort profitieren, in den Musik, Kultur, Kunst, Bildungsaustausch und Gastronomie gemeinsam ge- und erlebt werden können.
Einen deutlichen Mehrwert können Hotelmanager und Hoteldirektoren zukünftig durch Kooperationen mit anderen Unternehmen und angesagten Lifestyle-Marken gewinnen. Diese Zusammenarbeit kann sich beispielsweise auf Dekorations- und Wellnessprodukte beziehen, die die Gäste in dem Hotel finden und dort zugleich erwerben können. Aufbauend darauf könnte ein zugehöriger Online-Shop eingerichtet werden, in dem die Gäste auch im Nachhinein von zu Hause aus stöbern und shoppen können. So können sie sich das besondere Hotel-Feeling gleich nach Hause bestellen.
Eine weitere Aufgabe, die im Zuge des Hotels der Zukunft stets an Bedeutung gewinnen wird, ist das Social Networking. Das bedeutet, dass die Verbindungen der Gäste untereinander gestärkt werden. Um Angebote, die exakt auf die jeweiligen Stimmungen und Bedürfnisse der Gäste abgestimmt sind, bieten zu können, müssen Mitarbeiter an der Rezeption sowie Verantwortliche aus dem Hotelmanagement noch stärker als bisher in den direkten Kontakt mit den Reisenden treten. Nur so lassen sich die bevorzugten Gästepräferenzen herausfiltern, die für einen weitere Angebotsplanung erforderlich sind. Eine weitere Art der langfristigen Gästebindung könnten gezielte Social Events und Aktivitäten in dem Hotel sein, an denen die Gäste auf eigenen Wunsch teilnehmen können.
Das oberste Ziel der Hotelmanager und Hotelmanagerinnen sollte es in Zukunft sein, sich den unterschiedlichen Herausforderungen und individuellen Bedürfnissen zu stellen und dementsprechend verschiedene Möglichkeiten anzubieten.

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